Herbst

Amerikanischer Friedhof und Valkenburg

Gestern haben wir spontan beschlossen nach Maastricht zu fahren, doch es kam dann anders als wir uns vorgestellt haben. Nach der schwerwiegenden Entscheidung über die Landstraße und nicht die Autobahn zu fahren, sind wir bei der Fahrt über die N278 am Schild „American Cemetery“ vorbeigekommen und haben dort spontan angehalten.

Schon der Weg zum Parkplatz war beeindruckend lang und ein Baum mit leuchtend roten Blättern lachte mich an und sagte “Fotografier mich.”

Autumn colours

Herbstfarben

Bei den Farben, da kann ich doch nicht nein sagen, oder?

Der Friedhof selber: Ich glaube, man muss dort gewesen sein, um es sich wirklich vorstellen zu können, wie viel 8301 Grabsteine sind.

Netherlands American Cemetary and Memorial

Ein Bruchteil der 8301 Grabsteine

Mich hat der Besuch trotz des schönen Wetters sehr traurig gestimmt. Nach dem wir den Friedhof besucht haben, sind wir weiter Richtung Maastricht gefahren. In Maastricht hat mich mein auf Straßen wenig ausgeprägter Orientierungssinn auch schnell im Stich gelassen. Brav den großen blauen Schildern mit dem weißen Viereck und der Beschriftung “Centrum” folgend, bin ich an den kleinen Parkschildern “Markt” usw. vorbei gefahren, bis wir wieder außerhalb von Maastricht waren und uns auf der Straße Richtung Valkenburg befanden.

Also ging es spontan nach Valkenburg, da ich bisher, trotz der Nähe, noch nie dort war. Was ich ein bisschen schade fand, war dass der größte Teil von Valkenburg aus Restaurants zu bestehen schien und es so, meiner Meinung nach, dem Zentrum einiges an Atmosphäre genommen wird. Trotzdem haben noch ein wenig die Sonne genossen und werden auch wieder hinfahren, um uns die Sandskulpturen oder auch die Grotten anzuschauen, was beides mit Sicherheit interessant ist.

Für nähere Informationen zum Netherlands American Cemetery and Memorial möchte ich auf Webseite der American Battle Monuments Commision verweisen.

Doch nicht so schlechtes Wetter…

Glücklicherweise war heute morgen doch nicht so schlechtes Wetter, so dass wir beschlossen haben noch einmal zum Parkplatz Grenzweg zu fahren und ein kurze Runde zu gehen.

Zu unserem Erstaunen gab es an der Stelle, wo letzte Woche noch die vielen Spinnennetze waren, kein einziges mehr. Anscheinend ist es inzwischen zu kalt geworden. Schade, ich hatte mich wirklich darauf gefreut, noch ein paar Fotos davon zu machen. Allerdings gab es, obwohl es inzwischen Oktober ist, nach wie vor ein paar Blaubeeren.

One of the last blueberries/Eine der letzten Blaubeeren

Eine der letzten Blaubeeren für dieses Jahr

Auch das Gras hat sich weiter ins braun verfärbt und bildet einen wunderschönen Kontrast zum Moos.

Moss/Moos

Typischer Moosteppich

Diese dichten Moosteppiche sind typisch für ein aktives Torfmoor wie das Hohe Venn. Durch sie wird die Sauerstoffzufuhr eingeschränkt und absterbende Pfanzen können nicht zersetzt werden, so dass neuer Torf gebildet wird.

Weitere Fotos zu unserem kurzen Spaziergang wie immer auf Flickr.

Das Venn vom Parkplatz Grenzweg

Bei dem herrlichen Herbstwetter gestern haben wir eine kurze Wanderung mit einigen langen Pausen zum Sonne genießen ab dem Parkplatz Grenzweg gemacht. Die Wanderung führte uns vom Parkplatz aus auf die gegenüberliegende Seite ins Brackvenn. Insbesondere am Anfang des Weges haben wir viele mit Spinnennetze mit Tautropfen gefunden.

Spiderweb/Spinnennetz

Spinnennetz mit Tautropfen

Danach ging es weiter auf  schmalen Bretterstegen Richtung Entenpfuhl. Unterwegs kamen uns immer wieder Leute entgegen, so dass wir uns gegenseitig ausweichen mussten. Dabei entdeckte eine Frau, dass ich meine geliebten Barfußschuhe anhatte und mich darauf ansprach. Kein Wunder, dass wenig später der Kommentar kam: „Zwei Frauen begegnen sich im Venn und worüber unterhalten sie sich? – Über Schuhe natürlich“. Was soll ich dazu sagen?

Nach dieser kurzen Unterbrechung passierten wir wenig später den Entenpfuhl und gingen am Getzbach entlang in Richtung Allgemeines Venn. Von dort aus wanderten wir durch das Kutenhardt Venn. Weiter ging es über einen Waldweg zur Straße. Nach dem überqueren dieser gehen nun auf den breiten Holzstegen des Platten Venns weiter.

Holzstege im Platten Venn

Die breiten Holzstege im Platten Venn

Im Platten Venn wird gerade daran gearbeitet, dass das Wasser nicht zu schnell aus dem Venn zurück fließt. Durch den Wasserrückstau soll das dominante Pfeifengras überschwemmt werden und der Wachstum torfbildender Pfanzen, wie z.B. der Moose gefördert werden. Unten ist ein Foto eines solchen Moortümpels, der einen sehr idyllischen Anblick bietet, zu sehen.

Pond in the Moor/Moortümpel

Moortümpel im Platten Venn

Zu guter letzt geht es auf dem Grenzweg zurück Richtung Parkplatz und nach einer kurzen Autofahrt Richtung Eupen halten wir noch einmal am Forsthaus Ternell, um einen Kaffee zu trinken.

Nideggen-Abenden-Nideggen

Heute sind wir nach langer Zeit noch einmal nach Nideggen, ein wunderschönes Eifeldorf, gefahren.

Nach einem kurzen Gang durchs Dorf und zum Bäcker, ging es dann auf einem schmalen Weg durch den wunderschön bunt gefärbten Buchenwald Richtung Brück.

Herbstlaub

Herbstlaub

Unten am Berg auf der Teerstraße angekommen sind wir allerdings nicht weiter Richtung Brück, sondern Richtung Abenden gegangen.

Von weitem konnten wir schon die Kapelle, die zum Erntedankfest spielte hören. In Abenden ging es ein Stück die Straße entlang bis zu einem Wegweiser Richtung Nideggen. Anfangs geht es recht steil bergauf, aber es wird schnell besser.

Rose

Rose

Auf diesem Teilstück fallen auch wieder die Felsen auf. Diesmal sind zwischen den Buchen schön gewachsene Kiefern zu sehen.

Kurz vor Nideggen erwartete uns leider das Geräusch zweier Motorradfahrer, die Cross fahren übten und die Schalldämpfer abmontiert hatten. Wir sahen zu, dass wir schnell weiter kamen, um dem Lärm zu entgehen.

Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen

Bald darauf ging es durchs Zentrum zurück zum Parkplatz.

Weitere Fotos zu Nideggen gibt wieder bei Flickr.